10 Eindrücke unserer Reise durch Ecuador

1. Als wir in Cuenca, unserem ersten Stopp in Ecuador, am Busbahnhof ausstiegen, dachten wir zuerst, wir sind aus Versehen zu weit gefahren und wieder in Europa gelandet – alles so leise, übersichtlich und organisiert. Die Taxis standen sorgfältig aufgereiht nebeneinander, waren alle gelb und auch das mit dem gewohnten Handeln hat nicht so ganz geklappt… Seit wann gibt es in Südamerika Taximeter?! Auch die nächsten Tage sind uns noch mehr Dinge aufgefallen, die uns eher an Europa erinnert haben: kein lautes Hupen, kein Geschrei und Feilschen auf den Märkten, Schlangen zum Anstehen vor den Bussen und es gibt sogar Busfahrpläne!

2. Auch im Supermarkt kam es zu einigen (für uns positiven, für unsere Figur und unseren Geldbeutel negativen) Überraschungen. Wer hätte gedacht, dass Magnum-Eis, KinderJoy, KinderBueno, Hanuta, Milkyway und Co ganze Mahlzeiten ersetzen können?

3. Nicht nur deswegen empfanden wir Cuenca, die drittgrößte Stadt Ecuadors, als die Süßeste überhaupt. Auch das Flair der kolonialen Altstadt sorgte dafür, dass wir mehrere Tage einfach nur damit verbrachten, durch die Stadt zu flanieren, sodass wir es nicht einmal mehr geschafft haben, den bekannten Cajas-Nationalpark zu besuchen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

4. Dafür haben wir aber im Nebelwald von Baños und Mindo umso mehr Natur bestaunen können. Von unzähligen Schmetterlingen, über mehrere wunderschöne Wasserfälle, bis hin zu der berühmten Schaukel „Casa del Árbol“, war alles dabei!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

5. Weil es Kleinstadt-Tussis aber immer mal wieder auch in die Großstadt zieht, war die Hauptstadt Quito natürlich auch eins unserer Reiseziele. Wie riesig sie eigentlich wirklich ist, wurde uns jedoch erst bewusst, als wir weit über den Kirchtürmen der Altstadt standen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

6. Um euch mal wieder ein bisschen näher zu sein, haben wir von Quito einen Ausflug zur Nordhalbkugel unternommen. Genauer gesagt fuhren wir zum am Äquator gelegenen Monument „Mitad del Mundo“. Eigentlich befindet es sich nach heutigem Stand jedoch 240 Meter weiter südlich, die Indigenen und die Franzosen haben sich damals nämlich leicht verrechnet. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, den „richtigen“ Äquator auch noch zu besuchen. Dort konnte man sich an einigen Experimenten versuchen, die beweisen, dass hier tatsächlich die Mitte der Welt ist.13-mitad-del-mundo-52
13-mitad-del-mundo-19

7. Jaaaa… schon wieder das geliebte Essen! Die Lehre aus dem Buch „Raupe Nimmersatt“, also dass man ganz viel isst und ganz ganz hübsch wird, haben wir uns in diesen Wochen sehr zu Herzen genommen. Bald hatte jeder sein persönliches Lieblings-Streetfood: „Fresas con crema“ (Erdbeeren mit Sahne; Luisa), „Empanadas con Chocolate y Mora“ (mit Schokolade und Beeren gefüllte Teigtaschen; Elke), „Batidos“ (super zuckrige Milchshakes; Lucie) und „Papa rellena“ (gefüllte Kartoffeln; Lena).

img_0815
20-quito-61

8. Da Ecuador seit einer Masseninflation im Jahre 2000 den US-Dollar übernommen hat, wurde uns hier schnell bewusst, wie „teuer“ dieses Land eigentlich ist. Vor allem Lucie wurde das bei ihrer täglichen Portion Wassermelone schnell zum Verhängnis. Während sie hier 1$ pro Becher zahlen musste, würde sie zum gleichen Preis daheim in Arequipa sage und schreibe 3 bekommen. Am teuersten war das Land aber wohl für Lena, der wurde nämlich auf dem Weg nach Quito ihr geliebtes iPhone geklaut…

12-quito-4

9. Aber es kam noch schlimmer: Als wir wegen Trauer um das Handy eine Flasche Wein kaufen wollten, wurde uns gesagt, dass es hier keinen Alkohol zu kaufen gibt. Sobald wir dann, ganz perplex, im nächsten Laden nachfragten, wurden wir aufgeklärt: drei Tage vor den großen Präsidentschaftswahlen gibt es nämlich im ganzen Land keinen Tropfen Alkohol. Außerdem wurden wir immer wieder von verschiedensten Wahlumzügen überrascht und waren froh, dass die Wahlen in Peru schon vor unserer Ankunft stattgefunden haben.
Für alle politisch Interessierten: Im ersten Wahlgang kam es zu keinem klaren Ergebnis, weswegen es im April zu Stichwahlen kommen wird.

10. So schön der Urlaub auch war, im Laufe der Zeit wurde uns bewusst, dass wir nicht nur nach dem schönen Deutschland Heimweh haben, sondern auch Peru (mit all seinen Macken) vermissen. Vor einigen Tagen haben wir unseren Rückweg angetreten und sind aktuell in Trujillo und damit Arequipa schon ein ganzes Stück näher. Unser nächster Bericht wird sich dann wohl wieder um unseren gewohnten Alltag drehen.

Besos,
Elke, Lena, Lucie und Luisa

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s