Patria nueva

Nachdem wir im Lima eine wirklich schöne Zeit verbracht hatten, war es am Montag soweit: vier von uns reisten weiter nach Arequipa (Adriana ist noch bei ihrer Familie und kommt bald nach). Nach einem Flug über die beeindrucke Andenlandschaft erreichten wir die Stadt, welche für das kommende Jahr unsere Heimat sein wird. Arequipa begrüßte uns mit dem typischen Bergpanorama und – im Gegensatz zu Lima – angenehm warmen Temparaturen.

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Angekommen auf dem Gelände von Circa Mas bezogen wir unsere Zimmer. Neben dem Haus für uns Freiwillige gibt es hier noch ein großes Haupthaus mit den Lagern für Spenden, ein Kinderheim für die Zwei- bis Sechsjährigen und –nicht zu vergessen- eine Müllhalde.

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Unser Haus

Der nächste Tag war keineswegs so erholsam, wie wir es uns erhofft hatten: unsere Chefin Alicia hatte es sich scheinbar zum Ziel gesetzt, uns so viele Schulen von Circa Mas wie möglich innerhalb von wenigen Stunden zu zeigen, und so wurden wir noch vor dem Mittagessen unter der herunterbrennenden Sonne und in der noch ungewohnten Höhenluft (Arequipa liegt auf 2400 Metern) so vielen Klassen, Lehrern und Direktoren vorgestellt, dass wir nicht mal mehr wissen, wo genau wir überall waren. Auch am Nachmittag ging es dann weiter in einige Kinderheime. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass wir an diesem Tag recht früh ins Bett fielen – aber nicht, ohne vorher noch den tollen Sonnenuntergang von unserer Dachterrasse aus bewundert zu haben.

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Am Tag darauf hatten wir zum ersten Mal die Gelegenheit, Arequipas Altstadt zu besuchen, als wir uns mit unserer Spanischlehrerin Mabel dort in einem kleinen, gemütlichen Café getroffen haben. Anschließend hat sie uns ein einige Sehenswürdigkeiten, wie den Plaza de Armas und den Mercado San Camillo gezeigt. Wir alle waren positiv überrascht von der Innenstadt, denn bis dahin kam uns die Stadt hauptsächlich groß und eintönig vor.

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Plaza de Armas

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Am Nachmittag haben wir uns unserer Dachterrasse ein wenig angenommen, was auch dringend nötig war (Zitat Lucie beim Stuhlkissen ausklopfen: „Ich fühl‘ mich wie ein Indianer, der Rauchzeichen macht!“). Aber auf die verwahrloste Dachterrasse folgte später am Abend bereits die nächste Herausforderung: nachdem wir schon seit Nachmittag fest davon überzeugt waren, dass irgendjemand im Haus ist, der da nicht sein sollte, haben drei von uns dann allen Mut zusammengenommen und beschlossen, den „Eindringling“ (Paranoia siegt…) im „Wohn“zimmer zu stellen. Aber keine Sorge – wir haben uns für den Fall der Fälle gebührend bewaffnet – mit Deo und einer Shampoo-Flasche. Nachdem dann „komischerweise“ doch keiner dort war, konnten wir alle beruhigt schlafen.

Am Donnerstag begann für die Anfänger unter uns der Spanisch-Sprachkurs und wir sind zuversichtlich, dass wir bald endlich mehr sagen können, als „Hola“, „Sí, claro“ und „chévere“ – obwohl man schon alleine mit diesen paar Wörtern eigentlich erstaunlich weit kommt. Außerdem sind an diesem Tag ein ehemaliger Freiwilliger und zwei seiner Freunde angereist, welche nun für ein paar Wochen gemeinsam mit uns auf dem Circa Gelände leben. Das hatte nicht nur zur Folge, dass wir am Freitag noch einige für uns interessante Orte in der Stadt gezeigt bekommen haben, sondern auch, dass wir unser Geschirr nun nicht mehr selber spülen müssen und sich um die Fotos für den Blog jemand anderes kümmert (Danke Julian :D).

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So verging unsere erste Woche in Arequipa wie im Flug und wir freuen uns schon darauf, dass die Peru-Crew bald vollständig ist!

Bis Bald!

Elke, Lena, Lucie und Luisa

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Ein Kommentar

  1. Ich finde es super und sehr wichtig was Ihr macht und ich wünsche Euch viele neue Eindrücke, die Euer Leben mit Sicherheit bereichern werden. Ihr helft mit, die Welt besser zu machen und darauf könnt ihr stolz sein.

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